Material-Liste
- Schleifpapier (80er, 120er und 240er Körnung)
- Schleifblock oder Exzenterschleifer
- Haftgrund/Grundierung für Holz
- Lack oder Lasur (wasserbasiert empfohlen)
- Lackrolle (Schaumstoff, kurzflorig) oder Pinsel
- Abdeckfolie, Malerkrepp
- Staubtuch / feuchtes Mikrofasertuch
Schritt 1: Möbel vorbereiten
Griffe, Scharniere und Beschläge abmontieren — das spart enorm Zeit und liefert ein sauberes Ergebnis. Schubladen herausnehmen. Alles auf eine Abdeckfolie stellen, am besten draußen oder in der Garage.
Schritt 2: Anschleifen
Mit 80er Körnung den alten Lack anrauen (nicht komplett entfernen!). In Faserrichtung des Holzes arbeiten. Dann mit 120er Körnung glätten. Ziel: eine matte, leicht raue Oberfläche, auf der die neue Farbe haften kann.
Schritt 3: Entstauben
Gründlich! Jedes Staubkorn wird unter dem neuen Lack sichtbar. Mit dem Staubsauger grob reinigen, dann mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch nachwischen. Vollständig trocknen lassen.
Schritt 4: Grundieren
Eine dünne Schicht Haftgrund auftragen. Das verbessert die Haftung und verhindert, dass Holzinhaltsstoffe (Gerbsäure) den neuen Lack verfärben. Besonders wichtig bei dunklem Holz, das hell gestrichen werden soll.
Schritt 5: Lackieren
Ersten Anstrich dünn auftragen — lieber zu dünn als zu dick! Nasen und Läufer vermeiden. Nach Herstellerangabe trocknen lassen (meist 4-6 Stunden). Leicht mit 240er anschleifen, entstauben. Zweiten Anstrich auftragen.
Profi-Tipp
Wasserbasierte Lacke (Acryllack) riechen weniger und trocknen schneller als lösemittelhaltige. Für höchste Strapazierfähigkeit bei Tischplatten oder Küchenfronten empfehlen wir einen 2K-Acryllack (Zwei-Komponenten-Lack). Das hält jahrelang.