Material-Liste
- Sprühflasche oder Gartenspritze
- Warmes Wasser + Spülmittel (oder Tapetenlöser)
- Spachtel (breiter Japanspachtel funktioniert am besten)
- Stachelwalze / Tapetenigel (bei beschichteten Tapeten)
- Abdeckfolie für den Boden
- Eimer und Schwamm
Schritt 1: Tapetenart erkennen
Versuchen Sie, eine Ecke der Tapete abzuziehen. Geht die obere Schicht trocken ab? Dann haben Sie Vliestapete — Glückwunsch, die einfachste Variante! Papier- und Raufaser-Tapeten müssen eingeweicht werden.
Schritt 2: Perforieren
Bei beschichteten oder übermalten Tapeten: Mit der Stachelwalze über die gesamte Fläche rollen. Die kleinen Löcher sorgen dafür, dass das Wasser hinter die Tapete gelangt. Nicht zu fest drücken — Sie wollen den Putz darunter nicht beschädigen.
Schritt 3: Einweichen
Warmes Wasser mit einem Schuss Spülmittel (oder speziellem Tapetenlöser) großzügig auf die Wand sprühen. 10-15 Minuten einwirken lassen. Dann nochmal sprühen und wieder warten. Die Tapete muss richtig durchnässt sein — hier ist Geduld der Schlüssel.
Schritt 4: Ablösen
Mit dem Spachtel von unten nach oben arbeiten. Die Tapete sollte sich jetzt in großen Bahnen lösen. Wenn es schwer geht: nochmal einweichen. Gewalt ist kontraproduktiv und beschädigt den Putz.
Schritt 5: Wand säubern
Kleisterreste mit warmem Wasser und Schwamm abwaschen. Alles gut trocknen lassen (mindestens 24 Stunden). Dann prüfen: Ist der Putz glatt und fest? Wenn ja, können Sie direkt neu streichen oder tapezieren.
Profi-Tipp
Ein Dampf-Tapetenablöser (ca. 25 € im Baumarkt zu leihen) spart bei großen Flächen Stunden an Arbeit. Der heiße Dampf löst auch die hartnäckigste Tapete in Sekunden. Bei mehr als 3 Schichten übereinander ist das fast unverzichtbar.